Heidelberger Legende vom Hexenbiss

Im schweren hölzernen Tor des Heidelberger Schlosses befindet sich eine kleinere Pforte mit einem dicken Klopfring aus Eisen. Durch dieses Pförtchen ließ man früher einzelne Besucher, oder während der Kriegszeiten auch Sendboten hindurch, ohne das riesige Tor ganz aufmachen zu müssen. Auf dem dicken Türklopfer sieht man heute eine Kerbe, die man“Hexenbiss” nennt. Die alte Heidelberger Legende vom Hexenbiss besagt, dass der einst im sterben liegende Kurfürst sich um einen Nachfolger für sein Herrschaftsreich sorgte, denn der Herrscher hinterließ keine direkten Nachfahren. So versprach der Kurfürst demjenigen die Machtübergabe, der den dicken Türklopfer dieses oben beschriebenen Pförtchens durchbeißen könnte. Denn, so dachte sich der Schlossherr, wessen Zähne stark genug für den Klopfring sind, der ist auch stark genug für eine Herrschaft. Viele edle und mutige Männer versuchten ihr Glück, doch scheiterten sie an zerbrochenen Zähnen. Aber nicht nur Männer begehrten die Herrschaft, auch eine Hexe versuchte sich und ihre Zähne an dem dicken Türklopfer. Und sie hätte es tatsächlich auch fast geschafft, bloß im letzten entscheidenden Moment fielen auch ihr die Zähne aus. Der Klopfring blieb ganz, nur ein kleiner Zahnabdruck der Hexe blieb, eben welchem heute die Bezeichnung“Hexenbiss“ zu verdanken ist.

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