Heidelberger Universität

Die Heidelberger Universität ist bekanntlich eine der berühmtesten und ältesten Universitäten Europas und Deutschlands. Benannt wurde die Universität nach dem pfälzischen Kurfürst Ruprecht I., der diese im Jahre 1386 gründete und dem badischen Großherzog Karl Friedrich, der die Universität nach der badischen Machtübernahme von Heidelberg in 1803 erneuerte. Lange Zeit vereinigte die Universität vier Fakultäten unter ihrem Dach: die Theologische, Philosophische, Medizinische Fakultät und die Fakultät des Rechts. Erst in 1891 wurde die Naturwissenschaftliche Fakultät zum Universitätswesen hinzugefügt.  Mit der Zeit wurden die Fakultäten ein wenig ausgebreitet und jede größere Fakultätsabteilung wurde noch ein mal in kleinere, fachspezifische Fakultäten unterteilt. So vereint die Naturwissenschaftliche Fakultät heute  Biowissenschaften, Chemie und Geowissenschaften, Mathematik und Informatik, und Physik und Astronomie in sich. Die Geisteswissenschaftliche Fakultät beinhaltet die Philosophische Fakultät, Neuphilologische Fakultät und Theologische Fakultät. Die Recht – Fakultät setzt sich zusammen aus der Juristischen Fakultät, der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und den Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften. Und die letzte Fakultät, die Medizinische, wird in die Fakultäten Medizinische Fakultät Heidelberg und medizinische Fakultät Mannheim unterteilt.

Bis 1618 entwickelte sich die Heidelberger Universität prächtig. In der Universitätslehre fanden neue geistige Strömungen ihre Wege in die Lehrinhalte. Zu solchen gehörten z.B. der Humanismus, der Calvinismus, der Katechismus und der Späthumanismus.

Ab 1618 brach für die Heidelberger Universität eine eher schwierige Zeit an. Es folgte eine durch viele Kriege und Revolutionen belastete Periode, die das Lehren an der Universität einige Male zum Stillstand brachte. Erst 1803, als Heidelberg unter die Regierung Badens fiel, erlangte die Universität ihre Kraft wieder und wurde dank dem badischen Großherzog Karl Friedrich zu einer staatlich finanzierten Hochschule.  Geprägt wurde die Universität nun vom Neuhumanismus, aber auch von der Romantik. Beliebt war die Heidelberger Universität nicht nur vom ortsansässigen Volk, sondern auch von Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands und Europas. Wie Eike Wolgast schreibt, „[war]Heidelberg eine weltoffene und liberale Universität. Das zeigte sich nicht nur an den zahlreichen ausländischen Studenten, sondern seit der Jahrhundertwende am spezifischen Heidelberger Geist, dem interdisziplinären Gespräch, das inspiriert wurde von Max Weber mit seinen Freunden, vor allem dem Theologen Ernst Troeltsch, und einem Kreis junger Gelehrter.“

Zur Zeit des Dritten Reiches haben viele Studenten und Professoren die Universität, aber auch die Stadt selbst, wegen den harschen politischen Umständen verlassen.

Die Universität wurde während des Zweiten Weltkrieges glücklicherweise nicht zerstört. Jedoch benötigte die Heidelberger Universität eine Erneuerung des universitären Geistes.

Einer räumlichen Ausweitung des Universitätsgeländes zufolge wurde der Campus aufgeteilt. Währen die Geisteswissenschaftlichen Fakultäten in der Heidelberger Altstadt ansässig sind, befinden sich die Naturwissenschaftlichen Fakultäten und ein Teil der Medizinischen Fakultät im Neuenheimer Feld.

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